Konzerthaus München

Der Wettbewerb Konzerthaus München ist erfolgreich abgeschlossen!
Um für das Konzerthaus München einen geeigneten Entwurf mit größtmöglicher planerischer und konzeptioneller Qualität zu finden, hatte der Freistaat Bayern einen internationalen Architektenwettbewerb als nicht offenen Realisierungswettbewerb ausgelobt.
Die Wettbewerbs-Jury hat am 26. und 27. Oktober 2017 unter dem Vorsitz von Herrn Professor Arno Lederer getagt. Auf Seiten der 13 stimmbe-rechtigten Fachpreisrichter befanden sich aner-kannte Architekten, die Münchner Stadtbaurätin, sowie Vertreter der Staatsbauverwaltung.
Unter den 12 stimmberechtigten Sachpreisrichtern waren künftige Nutzer, die Bayerische Staats-regierung, die Landeshauptstadt München, sowie der Grundstückseigentümer vertreten. Unterstützt wurde das Preisgericht von zahlreichen Beratern und Sachverständigen aus verschiedenen Bereichen, wie etwa Raumakustik, Gebäude-funktion, Tragwerk, Planungsrecht, Brandschutz, Klimatechnik und Kostenplanung. Am Ende der zwei spannenden Tage der Preisgerichtssitzung in den Räumlichkeiten der Hochschule für Musik und Theater zeichnete die Jury aus den 31 einge-reichten Arbeiten aus 10 Ländern fünf Preisträger sowie vier Anerkennungen aus. Den ersten Preis erhielt der Entwurf des Büros Cukrowicz Nachbaur Architekten ZT GmbH aus Bregenz.
Den zweiten Platz erreichte die PFP Planungs GmbH aus Hamburg. Der dritte Platz ging an David Chipperfield Architects Gesellschaft von Architekten mbH aus Berlin. Den vierten Platz belegte 3XN A/S aus Kopenhagen. Der fünfte Platz ging an Staab Architekten GmbH aus Berlin. Eine Anerkennung erhielten vier Büros: Henning Larsen Architects aus Kopenhagen/München, Zaha Hadid Architects aus London, Mecanoo Architecten aus Delft sowie Christ & Gantenbein aus Basel. Direkt im Anschluss an den Wettbewerb wurden die Arbeiten zuerst neben dem Baugrundstück im Werksviertel und dann im Bayerischen Landtag für mehrere Wochen ausgestellt.
Über 10.000 interessierte Besucher konnten sich so selbst ein Bild von den Entwürfen machen.
(Weitere Informationen zum Wettbewerbsergebnis finden Sie auf der Website www.konzerthausmuenchen.de) Die nun anstehende Planungs- und Bauaufgabe ist aus vielerlei Hinsicht eine besondere Herausforderung. Im neuen Konzerthaus München soll eine erstklassige Akustik mit einer anspruchsvollen Architektur vereint werden. Für die bayerische Staatsregierung gehört dieses Projekt zu den wichtigsten kulturpolitischen Weichenstellungen. Zuständig sind das Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst und die Bayerischen Staatsbauverwaltung.
In seiner Sitzung am 8. Dezember 2015 hatte der Ministerrat des Freistaats Bayern beschlossen, das neue Konzerthaus als staatliche Baumaßnahme im „Werksviertel“ in der Nähe des Münchner Ostbahnhofs zu realisieren. Für das Grundstück wurde ein Erbbaurechtsvertrag zwischen dem Freistaat Bayern und dem Eigentümer geschlossen. Das Raumprogramm umfasst drei Konzertsäle. Den Großen Saal mit 1.800 Sitzplätzen, den Kleinen Saal mit 600 Sitzplätzen, sowie einen „Werkstattsaal“ mit ca. 200 Sitzplätzen. Damit soll das Konzerthaus akustisch hervorragende Räumlichkeiten, sowohl für symphonische Konzerte als auch für Solisten und kleinere Ensembles bieten.
Zugleich ist es Ziel, ein attraktives Ambiente zu schaffen, das auch neue Publikumsgruppen für die musikalische Kultur begeistert. Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks erhält ein Erstbelegungsrecht. Neben den Konzertsälen sind weitere wichtige Funktionen vorgesehen, insbesondere ein Stützpunkt der Hochschule für Musik und Theater München mit dem Aufführungsort „Werkstattsaal“ und Proberäumen. Dies wird mit einem “Education Bereich“ mit Projekten der kulturellen Bildung verknüpft, die für Kinder, Jugendliche und Erwachsene konzipiert sind und verschiedene gesellschaftliche Gruppen integrieren sollen. Im Gebäude sind außerdem Flächen für Foyer, Gastronomie, Läden und Büros geplant. Musik soll in dem zu schaffenden Bauwerk in einer neuen Qualität und mit neuen Aufführungsformaten erlebt werden, die einem Konzerthaus für das 21. Jahr-hundert entsprechen.