Pilotprojekt „Gebäudetyp-e“: Erweiterungsbau der Theaterakademie August Everding in München
In nahezu ganz Bayern werden derzeit im Rahmen des Pilotprojekts „Gebäudetyp-e“ neue Bau- und Wohnformen erprobt. Beteiligt sind Wohnungsbauunternehmen, Kommunen sowie der staatliche Hochbau. Ziel der Pilotierung ist es, unter anderem durch vereinfachte Haustechnik, reduzierten Schallschutz oder den Einsatz alternativer Baustoffe kostengünstige und ressourcenschonende Gebäude zu realisieren.
Der staatliche Hochbau ist mit dem Pilotprojekt „Erweiterungsbau Theaterakademie August Everding“ vertreten, das vom Staatlichen Bauamt München 1 betreut wird. Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie des Büros Florian Nagler Architekten wurden Erweiterungsmöglichkeiten der Theaterakademie am Prinzregententheater untersucht.
Ziel der Studie war es, die individuellen Abläufe und Bedürfnisse des Lehrbetriebs detailliert zu analysieren und daraus ein einfaches, flexibel nutzbares Konzept für einen Erweiterungsbau zu entwickeln, das die Potenziale einer suffizienten Bedarfsplanung aufzeigt.
Einsparpotenziale werden insbesondere in einer hohen Flächeneffizienz und in dem konsequent verfolgten Ansatz des einfachen Bauens gesehen. Die Gebäudestruktur bildet dabei die Grundlage für eine robuste Haustechnik mit natürlicher Belüftung und Belichtung.
Wesentliche Ziele des Projekts sind unter anderem ein reduzierter Ressourcen- und Technikeinsatz sowie Kosteneinsparungen im Bau und im späteren Betrieb des Gebäudes. Instrumente hierfür sind neben dem Prinzip des einfachen Bauens die frühzeitige Untersuchung mithilfe thermischer Simulationen sowie eine planungsbegleitende Ökobilanzierung und Lebenszyklusberechnung. „Das Projekt zeigt, wie einfache, robuste Bauweisen Flächen- und Energiekosten nachhaltig senken können“, betont der Leiter des Staatlichen Bauamts, Herr Ltd. Baudirektor Eberhard Schmid.
